Was ein gekaufter Lead ist
Ein Lead ist ein Kontakt von jemandem, der Interesse gezeigt hat, meist über ein Formular auf einem Vergleichs- oder Werbeportal. Der Anbieter verkauft diesen Kontakt weiter, oft für einen festen Preis pro Stück.
Vorteile
- Sofort verfügbar, ohne Vorarbeit
- Gut planbar, wenn kurzfristig Aufträge fehlen
- Kein eigenes Marketing-Wissen nötig
Die Haken
- Nicht exklusiv: Viele Leads werden an mehrere Betriebe gleichzeitig verkauft. Wer zuerst anruft, gewinnt, und dann entscheidet oft der Preis.
- Qualität schwankt: Falsche Nummern, Leute, die nur neugierig waren, oder Kontakte außerhalb Ihres Gebiets.
- Kein Vorrat: Wenn Sie aufhören zu zahlen, hören die Anfragen auf.
- Rechtliche Fragen: Für Werbeanrufe braucht es eine wirksame Einwilligung. Fragen Sie den Anbieter, wie er sie einholt.
Eigene Anfragen: langsamer, aber sie bleiben
Anfragen über Ihre eigene Website und Ihr Google-Profil kommen von Menschen, die bewusst nach einem Betrieb wie Ihrem gesucht haben, und sie landen nur bei Ihnen. Der Aufbau dauert einige Wochen. Danach arbeitet die Seite weiter, auch wenn Sie nichts nachkaufen.
| Gekaufte Leads | Eigene Anfragen | |
|---|---|---|
| Start | sofort | nach einigen Wochen |
| Exklusiv | oft nicht | ja |
| Kosten | pro Kontakt, laufend | einmalig plus kleine Pflege |
| Wenn Sie aufhören zu zahlen | keine Anfragen mehr | Seite arbeitet weiter |
Unsere Empfehlung
Für viele Betriebe ist eine Mischung sinnvoll: eigene Anfragen als Grundlage, gekaufte Leads nur gezielt, wenn kurzfristig Lücken entstehen. So sinkt mit der Zeit die Abhängigkeit vom Lead-Anbieter. Wie wir eigene Anfragen aufbauen, steht unter Google-Optimierung.
Leads für Versicherungen, Photovoltaik und Autohäuser
In manchen Branchen ist der Leadkauf weit verbreitet, etwa bei Versicherungsmaklern, Photovoltaik-Anbietern, Immobilienmaklern und Autohäusern. Die Preise pro Lead sind dort oft hoch, weil viele Anbieter um dieselben Interessenten konkurrieren. Ein Lead für eine private Krankenversicherung oder eine Solaranlage wird nicht selten an mehrere Anbieter gleichzeitig verkauft. Wer zuerst anruft, hat die besten Chancen.
Erfahrungen: worauf Käufer achten sollten
- Exklusiv oder geteilt: Wird der Lead nur an Sie verkauft oder an mehrere?
- Herkunft: Wie wurde der Interessent gewonnen? Über ein Formular zu genau Ihrem Thema oder über ein Gewinnspiel?
- Einwilligung: Liegt eine wirksame Einwilligung für Ihren Anruf vor? Ohne sie ist Telefonwerbung unzulässig.
- Reklamation: Können Sie falsche Nummern oder unpassende Anfragen zurückgeben?
- Laufzeit: Gibt es Mindestabnahmen oder Paketverträge?
Eine einfache Rechnung
Angenommen, ein Lead kostet 40 € und jeder zehnte wird zum Kunden. Dann kostet ein Kunde 400 € nur für Leads, ohne Ihre Zeit für Anrufe. Wenn ein Kunde Ihnen 1.500 € einbringt, kann das aufgehen. Eigene Anfragen über Website und Google-Profil kosten am Anfang Arbeit und Geld, danach aber kaum noch etwas pro Anfrage. Und der Interessent hat sich gezielt Sie ausgesucht.
Beides kombinieren
Für viele Betriebe ist der beste Weg eine Übergangslösung: Gekaufte Leads halten das Geschäft am Laufen, während eigene Sichtbarkeit aufgebaut wird. Mit jedem Monat, in dem mehr eigene Anfragen kommen, können Sie den Leadkauf zurückfahren. So sinken die Kosten pro Kunde Schritt für Schritt.
Häufige Fragen
Lohnt es sich, Versicherungsleads zu kaufen?
Das hängt vom Preis, der Qualität und der Abschlussquote ab. Wichtig sind exklusive Leads, eine wirksame Einwilligung und ein Reklamationsrecht.