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Marketing · Anwälte und Kanzleien

Marketing für Anwälte: was wirklich wirkt

Ein ehrlicher Überblick für Inhaber: welche Kanäle für Anwälte und Kanzleien funktionieren, was sie kosten und wie Sie anfangen.

NLVon Nico Lüllmann · Stand 07.11.2026 · 6 Min. Lesezeit

Kanzleimarketing ist für viele Anwälte ein ungeliebtes Thema. Dabei geht es nicht um laute Werbung, sondern darum, für Menschen mit einem konkreten Rechtsproblem auffindbar und vertrauenswürdig zu sein. Genau das erlaubt das Berufsrecht ausdrücklich.

Auf dieser Seite steht, welche Kanäle für Anwälte und Kanzleien wirklich etwas bringen, welche Ideen wenig kosten und woran Sie merken, ob es funktioniert. Ohne Fachchinesisch und ohne Versprechen, die niemand halten kann.

So suchen Ihre Mandanten

Bevor Sie über Werbung nachdenken, lohnt ein Blick darauf, wie Ihre Mandanten heute suchen. Typische Eingaben bei Google oder Fragen an ChatGPT sind:

  • „anwalt arbeitsrecht kündigung erhalten was tun“
  • „scheidungsanwalt kosten erstberatung“
  • „anwalt mietrecht nebenkostenabrechnung“
  • „fachanwalt verkehrsrecht in der nähe“

Alle diese Suchen haben eines gemeinsam: Sie sind konkret. Wer darauf eine klare Antwort hat, auf der Website und im Google-Profil, wird gefunden. Wer nur allgemein wirbt, geht unter.

Die Kanäle im Überblick

KanalWas er für Anwälte und Kanzleien bringt
Eigene Website mit Rechtsgebiet-SeitenDer Kern. Jede Seite beantwortet die drängendsten Fragen zu einem Rechtsgebiet.
Google-ProfilBei Suchen „in der Nähe“ entscheidet die Karte. Bewertungen spielen eine große Rolle.
AnwaltsverzeichnisseEinheitliche Einträge stärken Ihre Auffindbarkeit und die Angaben, die ChatGPT über Sie findet.
Bezahlte SuchanzeigenKlicks für Rechtsbegriffe sind sehr teuer. Nur gezielt für Rechtsgebiete mit hohem Mandatswert.
Fachartikel und VorträgeStärken den Ruf bei Unternehmen und Verbänden, wirken eher langfristig.
EmpfehlungenVon Mandanten, Steuerberatern, anderen Kanzleien. Bleiben wichtig.

Die Reihenfolge ist kein Zufall: Oben stehen die Kanäle, die dauerhaft wirken und wenig laufende Kosten verursachen. Bezahlte Kanäle sind sinnvoll, wenn das Fundament steht.

6 Ideen, die wenig kosten

  1. Pro Rechtsgebiet eine Seite mit Fristen, Ablauf und Kosten der Erstberatung
  2. Rückruf-Formular, das keine Falldetails abfragt
  3. Google-Profil mit Rechtsgebieten als Leistungen und Fotos der Kanzlei
  4. Bewertungen erbitten und neutral beantworten, ohne Mandatsdetails
  5. Kurze Erklärtexte zu häufigen Fragen, die auch ChatGPT zitieren kann
  6. Einheitliche Daten in Anwaltsverzeichnissen und bei der Kammer

Häufige Fehler

  • Nur eine Liste von Rechtsgebieten ohne Erklärung
  • Antworten auf Bewertungen, die Details aus dem Mandat verraten
  • Begriffe wie „Spezialist“ ohne nachweisbare Grundlage

So messen Sie, was funktioniert

Erfassen Sie bei jedem neuen Mandat, wie der Mandant Sie gefunden hat. Im Google-Profil sehen Sie Anrufe und Website-Klicks, auf der Website Anfragen pro Rechtsgebiet.

Wichtig ist, vorher einen Startwert festzuhalten. Nur dann sehen Sie nach drei Monaten, ob sich etwas verändert hat. Genau so arbeiten wir auch bei unserer Mehr-Anrufe-Garantie.

Rechtlicher Rahmen: Für Anwälte gelten § 43b BRAO und die BORA: Werbung ist erlaubt, soweit sie sachlich über die berufliche Tätigkeit unterrichtet und nicht auf die Erteilung eines Auftrags im Einzelfall gerichtet ist. Diese Seite ersetzt keine Rechtsberatung.

Anwaltsmarketing: was erlaubt ist und was wirkt

Anwälte dürfen über ihre Tätigkeit sachlich informieren. Erlaubt sind etwa Angaben zu Rechtsgebieten, Fachanwaltstiteln, Sprachen, Erreichbarkeit und Erfahrung. Werbung, die reißerisch ist oder sich gezielt an Menschen in einer akuten Notlage richtet, ist berufsrechtlich problematisch. Wirksames Kanzleimarketing ist deshalb vor allem gute Information: Wer genau erklärt, wie ein Verfahren abläuft und was es kostet, gewinnt Vertrauen.

Webdesign für Anwaltskanzleien

  • Eine eigene Seite pro Rechtsgebiet, mit typischen Fällen und Ablauf
  • Klare Angaben zur Erstberatung: Was kostet sie, wie bekommt man einen Termin?
  • Profile der Anwälte mit Foto, Werdegang und Schwerpunkten
  • Pflichtangaben im Impressum: Kammer, Berufsbezeichnung, Berufsregeln
  • Ruhige, seriöse Gestaltung, gut lesbar auch für ältere Mandanten

Kanzleimarketing für Steuerberater und Wirtschaftsprüfer

Für Kanzleien, die vor allem Unternehmen betreuen, zählen Fachartikel, Vorträge bei Verbänden und Präsenz auf LinkedIn mehr als die Google-Karte. Trotzdem gilt auch hier: Wer einen neuen Berater sucht, schaut sich die Website an. Branchenschwerpunkte, Teamfotos und ein klarer Weg zum Erstgespräch machen den Unterschied.

Und ChatGPT?

Immer mehr Mandanten fragen KI-Assistenten nach Empfehlungen. Die Antworten stützen sich auf dieselben Grundlagen: Website, Google-Profil, Bewertungen, Verzeichnisse. Wer dort klare und einheitliche Angaben hat, wird eher genannt. Mehr dazu im Ratgeber Was ist GEO?

Was wir für Anwälte und Kanzleien machen

Wir bauen die Grundlage, auf der jedes Marketing aufsetzt: eine Website, die auf Anwälte und Kanzleien zugeschnitten ist, ein vollständiges Google-Profil, einheitliche Einträge und ein Bewertungs-Set. Website 399 €, Google + ChatGPT 799 €, beides zusammen 999 €. Alle Preise sind Endpreise.

Mehr zur Suchmaschinenoptimierung steht unter SEO für Anwälte.

Häufige Fragen

Ist Werbung für Anwälte erlaubt?

Ja, sachliche Information über die berufliche Tätigkeit ist erlaubt. Unzulässig ist Werbung, die reißerisch ist oder gezielt um ein Mandat im Einzelfall wirbt.

Was kostet Kanzleimarketing?

Bei uns kostet eine Kanzlei-Website 399 €, mit Rechtsgebiet-Seiten, Google-Profil und ChatGPT-Sichtbarkeit zusammen 999 €.

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