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Ratgeber · Google · 9 Min.

Google-Unternehmensprofil erstellen: Schritt für Schritt

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der bei Google Maps und rechts in der Google-Suche erscheint. Er ist kostenlos und für Betriebe vor Ort oft wichtiger als die Website. So legen Sie ihn richtig an.

NLVon Nico Lüllmann · Stand 07.11.2026 · 9 Min. Lesezeit

Schritt 1: Prüfen, ob es schon einen Eintrag gibt

Suchen Sie Ihren Betriebsnamen in Google Maps. Oft existiert schon ein Eintrag, angelegt von Google selbst, von einem früheren Mitarbeiter oder von Kunden. Dann erstellen Sie keinen neuen, sondern beanspruchen den bestehenden über „Inhaber dieses Unternehmens?“. Doppelte Einträge schaden.

Schritt 2: Profil anlegen

  1. Rufen Sie business.google.com auf und melden Sie sich mit einem Google-Konto an, am besten einem Firmenkonto, nicht dem privaten.
  2. Geben Sie den Namen genau so ein, wie er auf Schild und Rechnung steht. Keine Zusätze wie „Bester Maler Freiburg“, das verstößt gegen die Richtlinien.
  3. Wählen Sie die Hauptkategorie, also die, die Ihr Kerngeschäft am genauesten beschreibt.
  4. Geben Sie Ihre Adresse an, oder, wenn Kunden nicht zu Ihnen kommen, ein Einzugsgebiet und blenden die Adresse aus.
  5. Telefonnummer und Website eintragen.

Schritt 3: Bestätigen

Google will sicher sein, dass es Ihren Betrieb wirklich gibt. Je nach Fall läuft die Bestätigung per Video, Telefon, SMS, E-Mail oder Postkarte. Bei Videos zeigen Sie zum Beispiel Schild, Fahrzeug, Werkzeug oder Geschäftsräume. Bis zur Bestätigung ist das Profil nicht oder nur eingeschränkt sichtbar.

Schritt 4: Vollständig einrichten

  • Nebenkategorien für weitere Schwerpunkte
  • Leistungen einzeln mit kurzer Beschreibung
  • Beschreibung: was, für wen, wo, warum Sie (bis 750 Zeichen)
  • Öffnungszeiten inklusive Feiertagen und Sonderzeiten
  • Fotos: Logo, Titelbild, Team, Arbeiten, Räume
  • Attribute wie barrierefrei, Parkplätze, Terminvereinbarung

Schritt 5: Dranbleiben

Ein Profil, das nach dem Anlegen vergessen wird, verliert gegenüber gepflegten Profilen. Regelmäßige Beiträge, neue Fotos, Antworten auf Bewertungen und aktuelle Öffnungszeiten zeigen Google und Kunden, dass der Betrieb aktiv ist. Wer dafür keine Zeit hat: Das ist Teil unserer Profil-Optimierung und Betreuung.

Die richtige Kategorie wählen

Die Hauptkategorie ist eine der wichtigsten Einstellungen überhaupt. Sie sollte Ihr Kerngeschäft so genau wie möglich beschreiben: „Dachdecker“ statt „Bauunternehmen“, „Zahnarzt“ statt „Arzt“, „Italienisches Restaurant“ statt nur „Restaurant“. Nebenkategorien ergänzen weitere Schwerpunkte. Schauen Sie sich an, welche Kategorien die Betriebe nutzen, die bei Ihren wichtigsten Suchen oben stehen.

Eine Beschreibung, die funktioniert

Die Unternehmensbeschreibung hat bis zu 750 Zeichen. Nutzen Sie sie für vier Dinge: was Sie machen, für wen, wo, und was Sie besonders macht. Ein Beispiel für einen erfundenen Betrieb:

„Malerbetrieb Muster ist ein Meisterbetrieb aus Freiburg. Wir streichen Wohnungen, Treppenhäuser und Fassaden für Privatkunden, Vermieter und Hausverwaltungen in Freiburg, Emmendingen und Breisach. Sie bekommen ein Festpreisangebot nach Besichtigung, Termine meist innerhalb von zwei Wochen. Möbel und Böden decken wir sorgfältig ab.“

Keine Links, keine Werbesprüche in Großbuchstaben, keine Aufzählung von Suchbegriffen.

Fotos, die Kunden überzeugen

  • Logo und Titelbild: gut erkennbar, auch klein auf dem Handy
  • Außenansicht: damit Kunden Sie finden
  • Team: echte Menschen schaffen Vertrauen
  • Arbeiten und Räume: regelmäßig neue Bilder statt einmal zehn

Handyfotos bei Tageslicht reichen völlig. Stockfotos wirken auf Google Maps fehl am Platz.

Die häufigsten Fehler

  1. Suchbegriffe im Namen: „Müller Elektro Elektriker Notdienst Kassel“ verstößt gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung führen.
  2. Doppelte Einträge: etwa nach einem Umzug oder durch einen alten Eintrag eines Vorgängers. Lassen Sie Dubletten zusammenführen oder entfernen.
  3. Falsche Öffnungszeiten: an Feiertagen und im Urlaub. Nichts ärgert Kunden mehr als eine verschlossene Tür.
  4. Postfach oder virtuelle Adresse: Google akzeptiert nur Adressen, an denen der Betrieb wirklich erreichbar ist.
  5. Profil anlegen und vergessen: Ein Profil ohne Fotos, Beiträge und Antworten verliert gegen gepflegte Profile.

Vorsicht bei Anrufen „von Google“

Viele Betriebe bekommen Anrufe, in denen behauptet wird, das Google-Profil werde gelöscht, wenn man nicht sofort etwas bezahlt. Google ruft Sie nicht an, um Ihnen ein kostenpflichtiges Profil zu verkaufen. Legen Sie auf und geben Sie keine Zugangsdaten heraus.

Die Statistik verstehen

Im Bereich „Leistung“ sehen Sie, wie oft Ihr Profil angesehen wurde, wie viele Anrufe, Routenanfragen und Website-Klicks es gab, und mit welchen Suchbegriffen man Sie gefunden hat. Notieren Sie diese Zahlen einmal im Monat. So sehen Sie, ob Ihre Arbeit am Profil etwas bringt. Genau diese Zahlen nutzen wir auch für unsere Mehr-Anrufe-Garantie.

Wenn die Bestätigung nicht klappt

Manchmal bleibt die Bestätigung hängen oder Google verlangt zusätzliche Nachweise. Prüfen Sie, ob Name und Adresse genau mit Schild, Briefkasten und Gewerbeanmeldung übereinstimmen. Bei Videobestätigungen hilft es, in einem durchgehenden Video Straßenschild, Eingang, Firmenschild und Arbeitsmittel zu zeigen.

Häufige Fragen

Ist das Google-Unternehmensprofil kostenlos?

Ja, bei Google selbst kostet es nichts.

Kann ich ein Profil ohne Adresse anlegen?

Ja. Betriebe, die zum Kunden fahren, können ein Einzugsgebiet angeben und die Adresse ausblenden.

Was ist mit Google My Business?

Das ist der alte Name. Seit 2021 heißt es Google Unternehmensprofil.

Wie lange dauert es, bis mein Profil sichtbar ist?

Nach der Bestätigung meist wenige Tage. Bis es bei wichtigen Suchen weit oben erscheint, dauert es länger und hängt von Kategorie, Vollständigkeit, Bewertungen und Konkurrenz ab.

Kann ich mehrere Standorte anlegen?

Ja. Jeder Standort, an dem Kunden bedient werden, bekommt ein eigenes Profil.

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